Walk-in-Dusche unter der Dachschräge

Duschbad mit Ausblick

Intelligente Individuallösungen zeichnen Komplettbäder unter der Dachschräge aus – so auch hier. Im Bad der Bauherren herrscht eine klare Struktur. Der Waschtisch ist wie zuvor großzügig gehalten und das WC verschwand aus dem Blickfeld. Das eigentliche Highlight ist allerdings die unter der Dachschräge realisierte Walk-In-Dusche.

 

Komplettbad mit Dachschräge, Walk-In-Dusche und WC-Nische

Fakten

BadtypDuschbad
StilModern
Größe Groß
Budget€€€€
Ort14558 Bergholz-Rehbrücke
FertigstellungAugust 2014
Bauzeit5 Wochen
BadplanungSven Handwerk

Highlights

  • Große Walk-In-Dusche
  • Zusätzliches Dachfenster
  • Feuchteschaden behoben
  • Nischenlösungen für mehr Stauraum
  • Doppelwaschtischanlage
  • WC aus Sichtfeld gerückt
  • Lichtkanäle mit integrierten Lautsprechern

Ausstattung dieses Badezimmers

Abtrennung (Dusche) HSK
Accessoires Badea
Accessoires Keuco
Armatur (Dusche) Hansgrohe
Armatur (Waschtisch) Hansgrohe
Fliesen (Boden) Porcelanosa
Fliesen (Mosaik) Jasba
Fliesen (Wand) Venice
Heizkörper HSK
Hocker (Dusche) Decor Walther
Schrank Burgbad
Spiegelschrank Badea
Spülbetätigung Tece
Waschbecken Burgbad
Waschtisch Burgbad
WC Villeroy & Boch

Grundriss Duschbad
Der Grundriss des neuen Bads auf 13 m²

Neue Perspektiven fürs Dachbad

Neben einem Tapetenwechsel wollten die Kunden mit der Sanierung ihres Badezimmers vor allem den Komfort verbessern. Und es wäre ja auch wunderbar, ein Bad zu haben, das in jedem Detail den eigenen Bedürfnissen entspricht. Also wagte das Paar den Schritt und vergab den Auftrag an die Laabs GmbH in Potsdam. Badplaner Sven Handwerk betreute sie. Er erfüllte nicht nur den Wunsch nach einem modern ausgestatteten und ansprechend gestalteten Duschbad. Darüber hinaus schenkte er dem im Dachgeschoss gelegenen Raum mehr Licht und teilte ihn gänzlich neu auf.

Die Kunden waren vom Ergebnis total begeistert. Sie hatten nur nicht gedacht, dass es so lange dauern würde. Allerdings war es keine normale Sanierung. Durch die Behebung des Feuchteschadens und die Öffnung des Dachs brauchten wir mehr Zeit.
Sven Handwerk, Badplaner

In ihrem alten Bad, das etwa aus den 90er-Jahren stammte, hatte das Paar mehrere Sanitärobjekte untergebracht: Eine sehr üppige Doppelwaschtischanlage, eine geräumige Eckbadewanne sowie WC und Dusche. Im Bereich der Wände waren marmorierte Fliesen mit eingearbeiteten Bordüren verlegt worden. Die Bodenfliesen zeigten ein ähnliches Dekor, wodurch das Badezimmer optisch Dynamik erhielt. Da es jedoch eine Vielzahl großer und kleiner Accessoires gab, die überall im Raum arrangiert waren, wirkte das Komplettbad letztlich sehr unausgeglichen. Die vielen Details überforderten und ließen keine entspannende, ruhige Atmosphäre aufkommen.

Aufgrund der Nischenposition fiel die Dusche sehr klein aus. Umso mehr Fläche beanspruchte die Eckbadewanne. Diese sollte auf Wunsch der Auftraggeber verschwinden und nicht mit in das neue Konzept übernommen werden. Ganz im Interesse einer größeren, möglichst bodenebenen Dusche. Das WC, welches vorher sehr präsent war, sollte aus dem Sichtfeld weichen. Welche Farben schließlich zur Gestaltung eingesetzt würden, entschied sich nach Abschluss der Fliesenarbeiten. Ein bewährtes Vorgehen von Sven Handwerk, um sicherzustellen, dass am Ende farblich wirklich alles perfekt zueinander passt.

Keine alltägliche Sanierung

Für die Neugestaltung des Bads waren einige Arbeitsschritte nötig, die die Komplettsanierung in die Länge zogen. Zum einen gab es im Bereich der alten Dusche einen Feuchteschaden, der umgehend beseitigt werden musste. Dazu entfernte das Handwerkerteam Teile des Bodens, genauer des Estrichs, und ersetzte diese. Die betroffenen Wände behandelten sie mit einem speziellen Sanierputz. Um eine Ebenerdigkeit des Badezimmerbodens zum Flur zu erreichen, musste im gesamten Bad ein Teil des alten Estrichs abgetragen werden.

Aufgrund der undichten Dusche bestand ohnehin Handlungsbedarf.
Sven Handwerk, Badplaner

Die Dusche konnte nicht bodeneben realisiert werden, weil die bereits vorhandene Fußbodenheizung nicht verändert werden durfte. Sie sollte auf Wunsch der Auftraggeber bestehen bleiben. Dadurch fehlte es am nötigen Gefälle für den Abfluss. Daher erhielt der Duschbereich ein Podest, dessen Fläche selbst aber ebenmäßig ist. Abgeschirmt wird das Walk-In-Modell von einer großen Glastrennwand. Diese konnte nur von außen in das Obergeschoss transportiert werden. An den Balkon kam das Potsdamer Team nicht direkt heran, da ein Wintergarten den Zugang erschwerte. Doch es gelang dem Team, die Glasscheibe von außen in einen Nebenraum und schließlich ins Badezimmer zu manövrieren.

Über die zwei vorhandenen Fenster gelangte zu wenig Licht in den 13 m² großen Raum. Um ein wohnliches Ambiente erzeugen zu können, ist ein Mindestmaß an Helligkeit jedoch essenziell. Also ließ das Team der Firma Laabs das Dach öffnen und setzte ein weiteres Fenster in die Dachschräge ein. Dieses ist Teil des neu entstandenen Duschbereichs und gewährt den Nutzern freien Blick in die Natur und gen Himmel.

Sven Handwerk

Von
Sven Handwerk

Badplaner für Laabs GmbH.

Sven Handwerk ist in der Laabs GmbH in Potsdam als Fachberater und -planer für die Bereiche Bad und Wellness zuständig. Mit viel Einfühlungsvermögen, Kreativität und langjähriger Erfahrung weiß er genau auf die Wünsche seiner Kunden einzugehen. Die Leidenschaft für seinen Beruf überträgt sich nicht nur auf den Kundenkontakt, sondern liegt auch stets seinen einfallsreichen Badlösungen inne.

Bilder vom HEIMWOHL-Bad in Bergholz-Rehbrücke