Natürliches Komplettbad mit Raumteiler

Hier findet auch die Waschmaschine Platz

Im Zuge der Sanierung stellte das alte Fachwerkhaus das Potsdamer Unternehmen Laabs vor einige Herausforderungen, die jedoch gemeistert wurden. Das Komplettbad konnte – wie auch das neue Gäste-WC im Dachgeschoss – wunschgemäß realisiert werden: Es bietet Platz für Wanne, Waschmaschine und Waschtisch sowie WC und Dusche, die von einem Raumteiler verborgen werden.

 

Fakten

BadtypKomplettbad
StilNatürlich
Größe Mittelgroß
Budget€€€
Ort14548 Caputh
FertigstellungMärz 2013
Bauzeit3 Wochen
BadplanungSven Handwerk

Highlights

  • Praktischer Raumteiler
  • WC nicht im Sichtfeld
  • Bodenebene Walk-In-Dusche
  • Bequeme Badewanne
  • Natürliche Atmosphäre

Warme Farben und viel Platz

Mit seinen knapp 30 Jahren hatte das Bad seine besten Zeiten hinter sich und war in mehrerlei Hinsicht sanierungsbedürftig. Die Kunden empfanden es als nicht mehr zeitgemäß und wollten mit der Sanierung eine Verschönerung ihres Bads erreichen. Dabei sollte auch die Duschsituation – die beide als beengend und wenig komfortabel empfanden – verbessert werden.

Badewanne und Dusche sollten im neuen Konzept erhalten bleiben, allerdings optisch schöner und die Dusche nach Möglichkeit bodeneben realisiert werden. Die aus Platzgründen ausgelagerte Waschmaschine sollte wieder in das Komplettbad einziehen. Beide Auftraggeber fühlten sich zudem von warmen Naturtönen angesprochen, weshalb eine entsprechende Farbgebung für das Gestaltungskonzept ausgewählt wurde.

Herausforderung Fachwerk

Neben der unmodernen Optik – maßgeblich durch die veraltete Einrichtung und die kleinformatigen Fliesen in Weiß und Braun hervorgerufen – hatte das Badezimmer noch weitere Mankos: Einerseits war die Bauwerksabdichtung mangelhaft, zum anderen gab es in der Dusche einen Feuchteschaden. Ebenso war die gesamte Hauselektrik veraltet und wurde von der Firma Laabs auf den neusten Stand gebracht. Der Fußboden im Badezimmer wurde ebenfalls modernisiert und erhielt einen neuen Estrich. Die eigentliche Herausforderung steckte allerdings in den Wänden, weil in ihnen Holzbalken verliefen und zum Teil mit Lehmputz gearbeitet worden war. Hier mussten die Wände zunächst erst einmal soweit zurückgebaut werden, damit sie begradigt werden konnten.

Das Beleuchtungsproblem wurde durch mehrere Deckenspots und eine zusätzliche Lichtquelle über dem Spiegelschrank gelöst. Mit einer einzelnen Lampe war die Beleuchtung des Bads zuvor spartanisch ausgefallen. Es wirkte aus diesem Grund sehr düster und spendete für die unterschiedlichen Tätigkeiten im Bad zu wenig Licht.

Vorteilhafte Raumstruktur

Das Komplettbad hat sich gravierend verändert und besitzt nun sogar einen Raumteiler in T-Form. Mit ihm konnte der von den Auftraggebern gewünschte Sichtschutz für das WC erreicht werden. Um den Platz nicht zu verschenken, platzierte Badplaner Sven Handwerk die Dusche ebenfalls hinter dem Raumteiler. Die beiden Bereiche sind, wenn man das Bad betritt, nicht einsehbar und an der zur Tür hin ausgerichteten Wand zieht der Waschtisch zusätzlich die Blicke auf sich. Die dahinterliegende Dusche und das WC rücken so noch weiter aus dem Sichtfeld. Mit dieser Anordnung der Badelemente wirkt der Raum strukturierter und zudem offener.

Waschtisch
Was sich hinter dem Waschtisch verbirgt, wird erst bei genauerem Hinsehen klar

Der Waschplatz stellt mit seiner Position in der Raummitte den Fixpunkt dar und ist von überall aus bequem zu erreichen. Die Waschtischanlage von Creativ-Bad ist kompakt gehalten und reicht nicht bis zum Boden. Was in ihrem Schubkasten nicht verstaut werden kann, hat in dem großen, dreitürigen Spiegelschrank Platz. Dieser stellt aufgrund seiner Maße ein Gegenstück zum Waschtisch dar, wodurch sich ein ausgewogenes Gesamtbild ergibt. In seiner Funktion als Spiegel unterstützt er bei der täglichen Pflege. Die Armatur am Waschbecken stammt vom Hersteller Steinberg, ebenso die Armaturen in Dusche und Badewanne. Sie passt mit ihrem Design sehr gut zu dem eingelassenen Becken.

Die neben der Tür installierte Repabad Wanne weist eine geschwungene Form auf und nutzt die Ecke des Raums optimal aus. In dem großzügigen Modell können die Bauherren entspannende Vollbäder genießen oder aber für ein wohltuendes Fußbad in den kalten Monaten auf der eingearbeiteten Sitzfläche in der Ecke Platz nehmen.

Badewanne
Perfekt fügt sich die neue Wanne in die Raumecke ein

Rechter Hand des Waschtischs führt der Weg zur modernen Walk-In-Dusche. Mosaikfliesen von Porcelanosa heben den Fußboden des Duschbereichs dezent hervor und bringen Abwechslung in das Raumkonzept. Die Handbrause von Steinberg kann als solche oder fest montiert auch als Kopfbrause genutzt werden – ganz, wie es die Auftraggeber wünschen.

Bodenebene Dusche
Wohlig-warme Wohlfühlzone: Die bodenebene Dusche verspricht

Direkt gegenüber befindet sich das wandhängende WC von Villeroy & Boch. Der Nutzer kann sich dank der T-Form des Raumteilers bequem zurückziehen. Die Vormauerung, die benötigt wurde, um den Spülkasten aus dem Blickfeld nehmen zu können, kann zugleich als Ablagefläche genutzt werden. Ausgelöst wird die Spülung mittels Tastendruck. Die Betätigungsgarnitur von Grohe und das WC sind farblich sowie von ihrer Form her ein ideales Duo.

WC im Separee
Das WC ist nach der Sanierung aus dem Sichtbereich verschwunden

Auf der linken Seite des Komplettbads sind die Waschmaschine und – neben dem Fenster – der Handtuchheizkörper von HSK platziert worden. Das Heizelement reicht fast bis zur Kante des Fliesenspiegels. Die Fliesen wurden auf Wunsch der Bauherren hin im gesamten Bad beinahe bis zur Decke verlegt. Sie bestehen aus Feinsteinzeug, erinnern in ihrem Design durch die zarte Marmorierung jedoch an Naturstein. In Verbindung mit dem Sandsteinton verströmt das Badezimmer eine natürliche, ruhige Atmosphäre – einer der Gründe, weshalb die Auftraggeber nach wie vor begeistert und zufrieden sind.

Grundriss Komplettbad
Der Grundriss des neuen Bads auf 9,5 m²
Sven Handwerk

Von
Sven Handwerk

Badplaner für Laabs GmbH.

Sven Handwerk ist in der Laabs GmbH in Potsdam als Fachberater und -planer für die Bereiche Bad und Wellness zuständig. Mit viel Einfühlungsvermögen, Kreativität und langjähriger Erfahrung weiß er genau auf die Wünsche seiner Kunden einzugehen. Die Leidenschaft für seinen Beruf überträgt sich nicht nur auf den Kundenkontakt, sondern liegt auch stets seinen einfallsreichen Badlösungen inne.

Bilder vom HEIMWOHL-Bad in Caputh