Ein Duschbad – Zwei Räume

Und beide sind farblich naturorientiert

Aus dem Duschbad der Auftraggeber schuf die Laabs GmbH ein gemütliches Refugium, das mit zwei differenziert gestalteten Bereichen verblüfft. Natürliche Farben, Fliesen in Holzoptik und atmosphärisches Licht laden in dem Bad unterm Dach zum Relaxen ein.

 

Fakten

BadtypDuschbad
StilNatürlich
Größe Mittelgroß
Budget€€
Ort14469 Potsdam
FertigstellungFebruar 2012
Bauzeit3 Wochen
BadplanungKathrin Fuchs

Highlights

  • Beleuchtete Nischen
  • Bodenebene Dusche
  • Fußbodenheizung
  • Großer Waschtisch
  • Zweigeteilte Raumstruktur

Von Klein zu Groß

Alles ist zu klein – die Bauherren waren mit der Einrichtung ihres Badezimmers nicht mehr zufrieden. Aufgrund der Dachschräge gab es für Dusche und Waschtisch nur begrenzt Stellfläche. Um Platz zu sparen, vielen Wanne, Dusche und Waschtisch kleiner aus. Um die ohnehin schon eingeschränkten Raumverhältnisse nicht überzustrapazieren, fiel die Einrichtung weniger funktional aus. Ein Umstand, den die Auftraggeber nur zu gern ändern wollten.

Nun, da die Kinder aus dem Elternhaus ausgezogen waren, packten die Kunden ihr Sanierungsvorhaben an. Ziel sollte ein Duschbad sein, dessen Ausstattung in jedem Punkt den eigenen Bedürfnissen entspricht. In diesem Zusammenhang wünschten sie sich eine große Dusche, in der man sich angenehm frei bewegen kann, und einen großen Waschtisch. Nichts sollte mehr zu klein sein oder die Funktionalität einschränken.

Eine Raumteilung für mehr Wohnlichkeit

Trist und wenig persönlich wirkte das Komplettbad der Potsdamer Kunden. Die bis zur Decke reichenden, leicht melierten Fliesen verliehen dem Raum einen typischen Bad-Look. Wohnlich wirkte es allerdings wenig. Durch die vielen kleinen Schubladen strahlte die Möbelanlage im Waschbereich zudem eine gewisse Unruhe aus, was dem vergleichsweise dunklen Raum definitiv nicht zugutekam. Doch Badplanerin Kathrin Fuchs – die bereits das Büro der Auftraggeber in ein gemütliches Wannenbad verwandelt hatte – entwarf ein überzeugendes Gestaltungskonzept.

Fachlich gute Arbeit liefern viele, aber ein Optimum zwischen Design, Funktion und Qualität in der Ausführung nur wenige.
Bauherren

Die Teilung des Badezimmers in zwei Bereiche ist die offensichtlichste Neuerung. Diese Separierung wurde mit einer Trennwand erreicht, aber erst die unterschiedlichen Fliesen unterstreichen die Zweiteilung. Während der Boden und ein ausgesuchter Teil der Wandfläche dort, wo sich Dusche und WC befinden, mit sandfarbenen Feinsteinzeugfliesen verkleidet wurden, kamen auf der anderen Raumseite Holzdekorfliesen zum Einsatz. Sie passen zum Farbton des Fensters und der unteren, schmalen Vorwandinstallation.

Mit dem Ausbau der Wanne gelang es dem Unternehmen, wertvolle Fläche zu gewinnen, die direkt für die größere Duschlösung genutzt werden konnte. Baulich wurde das Bad allerdings etwas verkleinert. Grund dafür sind die Trennwand sowie die beiden Vorwände, die hinter dem WC und dem Waschtisch eingezogen wurden. An beiden Seiten sind diese Vorwandinstallationen mit Nischen ausgestattet worden, in denen sich mehrere Leuchten befinden. Diese dezentere Beleuchtung unterstützt die neue Raumstruktur und ergänzt die Deckenlampen. Allein sorgen die Nischenleuchten für eine wohlige, entspannungsfördernde Stimmung.

Dusche, WC und Waschtisch: Alles kommt im Dachbad unter

Aufgrund der handwerklichen Fertigkeiten gelang der Umbau zur bodengleichen Dusche. Diese bietet endlich den gewünschten Platz und kann auch im fortgeschrittenen Alter mühelos betreten werden. Eine Abtrennung aus Glas schirmt das Duschareal zuverlässig ab. Dennoch bleibt das Innere der Dusche sichtbar und wird so als Teil des Bads wahrgenommen. Eine Armatur mit üppiger Kopf- und zusätzlicher Handbrause hilft den Bauherren beim Entspannen und ermöglicht eine wohltuende Körperpflege. Die nötigen Duschutensilien können in der beleuchteten Nische abgestellt werden.

Bodenebene Dusche unter Dachschräge
Duschareal unter der Dachschräge

Zur Installierung des Wand-WCs musste zunächst die Vorwand errichtet werden. Nur so ließ sich die für das WC benötigte Standhöhe erreichen. Die Vormauerung wurde aber noch auf andere Weise genutzt: In ihr konnten der Spülkasten der Toilette und ein Regal untergebracht werden. Auf der Oberfläche der Vorwand wurden dann lediglich noch die Betätigungsgarnitur und zwei Accessoires für das WC – nämlich Bürsten- und Papierhalter – angebracht. Das Regal und auch die Nische über der Toilette bieten Fläche für dekorative Elemente, um das Bad noch wohnlicher wirken zu lassen.

Bodenebene Dusche und WC
Wärmespender: Fußbodenheizung und Handtuchheizkörper sorgen für eine angenehme Wärme im Duschbad

An der gegenüberliegenden Wand nimmt die großzügige Waschtischmöbelanlage beinahe die gesamte Raumseite ein. Wie WC und Dusche wurde auch auf dieser Seite des Bads mit einer raumhohen Vorwandinstallation gearbeitet. Da sich die Nische hier ebenfalls über die gesamte Breite erstreckt, haben die beiden individuell gestalteten Bereiche ein verbindendes Merkmal. In die Vorwand wurde der mehrtürige Spiegelschrank eingepasst. Dieser besitzt eine separate Beleuchtung und bietet zusammen mit dem Waschtisch- sowie dem Hängeschrank unter dem Fenster enorm viel Stauraum. Der Waschtisch selbst besteht aus einem Schrankelement, welches durch eine schlichte Platte abgeschlossen wird. In diese wurde ein ovales Becken eingearbeitet, das mit dem darunter liegenden Schrank aus der geradlinigen Form ausbricht. Die besondere Form wird von der geschwungenen Armatur geschickt aufgegriffen.

Waschtisch
Drei Schrankeinheiten gewähren Stauraum
Grundriss Duschbad
Der Grundriss des neuen Bads auf 9 m²
Kathrin Fuchs

Von
Kathrin Fuchs

Badplanerin für Laabs GmbH.

Die Experten von HEIMWOHL unterstützen Sie bei allen Fragen und Aufgaben rund um das Badezimmer. Von der Planung bis hin zur Umsetzung. Ihre individuellen Wünsche stehen dabei immer im Vordergrund. Erfahrene Berater, Planer und Handwerker unterstützen Sie – für ein neu gestaltetes Bad, das Sie jeden Tag glücklich macht.

Bilder vom HEIMWOHL-Bad in Potsdam