Das 1×1 der Toilettenarten

VIELGESTALTIG

WC ist gleich WC? Weit gefehlt. Die Ära der uninspirierten Standtoiletten ist lange vorüber. Inzwischen gibt es nicht nur eine weitaus beliebtere Montagevariante, sondern eine ungemein große Vielfalt an Designs. Nie waren WCs schöner und ansprechender. Doch nicht jede Toilette eignet sich gleich gut. Daher haben wir für Sie das Für und Wider der WC-Bestandteile zusammengestellt – für einen schnelleren Weg zur bedürfnisgerechten Toilette.

 

Gäste-WC mit grellgrüner Wand, grauen Fußbodenfliesen und üppigen Waschtisch

Wie in anderen Bereichen des Bads wird mit Formen und Farben experimentiert – zur Freude der Nutzer

 

Toilettenarten

Die Neugestaltung der eigenen Toilette kann auf verschiedene Weise motiviert sein. Ob nun aus dem Grund, weil der WC-Bereich optisch zu wünschen übrig lässt, oder weil der Grundriss des Bads verändert werden soll. Und ganz gleich, welche stilistischen Vorlieben bestehen: Wohlfühlen möchte man sich während des Toilettengangs in jedem Fall. Daran hat – einmal von der Hygiene abgesehen – die Optik einen wesentlichen Anteil.

In vielen deutschen Bädern, besonders in älteren Gebäuden, befinden sich aber ganz im Gegenteil auch heute noch Standardtoiletten: Bodenstehend, Sitzhöhe 40 Zentimeter, Wandspülkasten. Doch die Sanitärbranche hat einiges mehr zu bieten. Zunächst können Bauherren dabei zwischen verschiedenen Arten von WCs wählen. Neben der klassischen, bodenstehenden Toilette sind die wandhängenden Modelle äußerst gefragt.

 

Weißes WC neben dem Waschbereich vor einer dunkel gefliesten Vormauerung

Wandhängende WCs sind mittlerweile in den meisten Bädern Standard

 

Bodenstehendes WC:

PROKONTRA
für klassische, nostalgische, traditionell gestaltete Bädererschwerte Reinigung

Wandhängendes WC:

PROKONTRA
flexibel in der Höhehöherer Montageaufwand
leichte Reinigung unter dem WC

 

Doch damit nicht genug. Ist die Wahl erst einmal auf eine Variante gefallen, stellt sich dann die Frage, ob es ein Flachspüler oder Tiefspüler sein soll. Hierbei spielen lediglich persönliche Vorlieben eine Rolle. Auf die Leistung der Toilette hat die Entscheidung keine Auswirkungen. Tiefspüler fangen die Ausscheidungen im Wasser auf und gewährleisten so eine geringe Geruchsbildung. Zu bedenken ist allerdings eine erhöhte Spritzgefahr. Beim Flachspüler hingegen bleiben die Ausscheidungen in einer Mulde liegen, was eine stärkere Geruchsentwicklung mit sich bringt und vielen Menschen unangenehm ist. Für Personen, die aus medizinischen Gründen ihren Stuhl überwachen müssen, ist ein Flachspüler hingegen optimal.

Neben der Badkeramik als solcher spielt die Spülung eine entscheidende Rolle. Wenn Sie also Ihre in die Jahre gekommene WC-Schüssel austauschen möchten, sollten Sie im selben Moment auch an einen modernen Spülkasten denken. Denn nur wenn Becken und Spülung auf einem technisch gleichen Stand sind, können sie optimal zusammenarbeiten, sodass die beste Spültechnik bei niedrigem Wasserverbrauch garantiert werden kann. Zudem besteht die Option, dank praktischer Unterputzlösungen, den Spülkasten ganz aus dem Sichtfeld verschwinden zu lassen – was eine ungestörte Optik und einen geringeren Reinigungsaufwand zur Folge hat.

 

Weißes WC vor dunkelgrau gefliester Vorwand, weiße Drückerplatte

Die Spültechnik muss zum WC passen

 

Flachspüler:

ProKontra
geringere Spritzgefahrstärkere Geruchsbildung
ermöglicht Stuhlkontrollen zu medizinischen Zweckenaufwendigere Reinigung

 Tiefespüler:

ProKontra
geringe Geruchsentwicklungerhöhte Spritzgefahr

Spülrandloses WC:

ProKontra
Wasserersparnismögliche Überspritzung
Pflegeleichtigkeitmangelhafte Ausspülung des Innenbeckens

Spülrandlose WCs und Dusch-WCs

Inmitten der zahlreichen Auswahlmöglichkeiten zeichnet sich außerdem ein neuer Trend ab: Das spülrandlose WC. Den bekannten Rand, der ein idealer Tummelplatz für Bakterien ist und das Putzen erschwert, sucht man bei diesen Modellen vergeblich – was der Toilette in puncto Hygiene ungemein zugutekommt. Die Spültechnik variiert von Hersteller zu Hersteller und ist immer auf das jeweilige Modell abgestimmt – damit das WC wirklich optimal ausgespült wird. Optisch ist die Auswahl aber nicht weniger gering.

Bad mit Dusch-WC

Moderne WCs passen sich optisch ideal ins Bad-Design ein

 

Für eine völlig neue Form der Hygiene sorgen heutzutage auch die komfortablen Dusch-WCs, die mittlerweile immer häufiger in Badezimmern anzutreffen sind. Wurden WCs anfangs des Öfteren durch ein Bidet ergänzt, so bietet die neue Kombination aus Toilette und Bidet eine willkommene, platzsparende Alternative – gerade in kleinen Bädern. Das Dusch-WC vereint die Funktion einer Toilette mit den Reinigungsmöglichkeiten eines Bidets. Der Komfort ist dabei beachtlich: Nach verrichtetem Toilettengang können Sie bequem auf dem WC sitzen bleiben und die eingebaute Duschfunktion per Knopfdruck starten. Die Intensität des Duschstrahls lässt sich regulieren und kann so individuell angepasst werden.

 

Bedienelement für ein Dusch-WC an der Wand montiert

Neben der Stärke des Wasserstrahls können die Nutzer von Dusch-WCs oft auch unterschiedliche Strahlarten und sogar Intervalle einstellen

 

Je nach Hersteller und Modell dürfen sich Kunden über weitere Extras wie einen beweglichen Duscharm, eine Massagefunktion, Geruchsabsaugung oder einen integrierten Warmluftföhn freuen, die zusätzlichen Komfort bieten. Sogar Varianten mit Fernbedienung sind erhältlich, bei denen das persönliche Lieblingsprogramm an Funktionen auf Knopfdruck abrufbar ist. Allerdings ist dieser ansprechende Luxus natürlich mit höheren Kosten bei der Anschaffung verbunden.

Für alle, die mehr wollen: Bidets und Urinale

Während ein Dusch-WC besonders in kleineren Bädern praktisch ist, besteht bei großräumigen Badezimmern die Möglichkeit, die Toilette nach Belieben durch ein Urinal und/oder ein Bidet zu ergänzen. Aber auch der Einbau eines Dusch-WCs und Urinals ist denkbar – und für viele männliche Nutzer eine Freude.

 

Urinal im Gäste-WC

Urinale sind besonders hygienisch unnd zudem platzsparend

 

Urinale sind in Privathaushalten bisher eher die Ausnahme. Bei einer Mehrzahl an männlichen Personen im Haushalt bietet es sich jedoch durchaus an – egal, ob Ehemann, Kinder oder Besucher. Die auch als Pissoir bezeichneten Sanitärobjekte sind nicht nur platzsparend, sondern auch besonders hygienisch, da sie keinen Körperkontakt erfordern. Zudem verbrauchen sie deutlich weniger Wasser als ein reguläres WC. Auf dem Markt sind sogar Trockenurinale erhältlich, die gänzlich ohne Wasser auskommen, da sie die Flüssigkeit mithilfe spezieller Siphons absaugen.

 

Eckiges Bidet

Bidets erfreuen sind inzwischen wieder zunehmender Beliebtheit

 

Bidets sind im Gegensatz zu Urinalen auch im privaten Bereich häufig vorhanden. Diese Sitzwaschbecken lassen sich wie WCs sowohl bodenstehend als auch wandhängend installieren. Der eigentliche Zweck eines Bidets liegt in der Intimhygiene nach dem Toilettengang, jedoch kann es bei Bedarf auch als Fußwaschbecken genutzt werden. Während das Sitzwaschbecken für einige Menschen nostalgisch anmutet, hat es für andere vor allem einen praktischen Nutzen. Gerade für Personen mit eingeschränkter Mobilität bietet das Bidet eine gute Möglichkeit, die persönliche Hygiene sicherzustellen. Zudem ist die Reinigung sanfter als mit Toilettenpapier.

Mehr als nur ein WC

In unseren Badausstellungen können wir Ihnen verschiedene WCs, Bidets und auch Urinale zeigen. Dabei beantworten wir gern Ihre Fragen und unterstützen Sie bei der Suche nach der perfekten WC-Lösung für Ihr Bad. Nutzen Sie also die Chance, sich vor Ort beraten zu lassen. Wir freuen uns auf Sie!