Heizungssanierung im Bad – Alles zum Thema

FÜR WOHLIGE WÄRME IM BAD

Bei der Sanierung der Heizung gibt es einiges zu beachten und vor allem beinahe unendlich viele Möglichkeiten. Gerade für das heimische Badezimmer wünscht man sich eine zuverlässige, energieeffiziente Wärmeversorgung – doch Heizkörper ist nicht gleich Heizkörper. Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei der Heizungsmodernisierung achten sollten.

 

Heizungssanierung für wohlige Wärme im Bad

Eine Sanierung des eigenen Badezimmers bedeutet nicht nur, dem Traum von der perfekten Wohlfühloase näher zu kommen, sondern auch Veränderung. Und je nach den baulichen Voraussetzungen, dem Budget und den individuellen Wünschen kann sich dabei so einiges wandeln. Die Heizung ist ein zentraler Bestandteil jedes Bads und sollte daher in jedem Fall bei einer Sanierung berücksichtig werden.

Seit einigen Jahren lässt sich ein Trend in der Badsanierung beobachten, der zeigt, dass Bäder verstärkt als essenzieller Teil der eigenen Wohnwelt betrachtet werden. Auch im Badezimmer will man sich wohlfühlen und passt es in Optik und Funktionalität den eigenen Bedürfnissen an. Ebenso die Heizung, die das Bad auf Wohlfühltemperatur bringt. Doch in diesem Bereich gibt es eine Vielzahl an Optionen, die im Vorfeld bedacht werden sollten. Unser wichtigster Tipp für die Sanierung der Badheizung: Passen Sie die Heizung stets dem Badezimmer an.

Badheizung: Heizkörpertypen

Bei den Heizkörpern lassen sich verschiedene Typen unterscheiden, die ihre jeweils eigenen Vor- und Nachteile haben. Die Heizungstechnik variiert und jeder Typ eignet sich unterschiedlich gut für die Verwendung in den eigenen vier Wänden.

Gliederheizkörper:

Die Gruppe der Gliederheizkörper gilt als die älteste unter den Heizkörpern und zugleich als die günstigste. Die Anzahl der in Reihe verlaufenden Einzelglieder aus Stahlblech kann variieren, je nach Größe des Heizkörpers und des zu beheizenden Raumes. Da der überwiegende Teil der Wärme als Konvektionswärme abgegeben wird, kommt es bei diesen Heizkörpern zur Entstehung von Staub- und Luftwirbelungen. Die Luft wird erwärmt und zirkuliert im Raum, was häufig zu einem nicht als optimal wahrgenommenen Raumklima führt.

Röhrenheizörper:

Sie zählen ebenfalls zu den Gliederheizkörpern, werden jedoch als eine weiterentwickelte Variante betrachtet, die besonders langlebig und aufgrund der einzelnen, parallel verlaufenden Röhren leicht zu reinigen ist. Die Röhrenheizkörper können flexibel eingesetzt werden, da sie in Höhe, Tiefe, Farbe und Form variabel sind. Besonders gern werden sie in deutschen Bädern als Handtuchheizkörper genutzt. Auch sie geben den größten Teil der Wärme durch Konvektion ab. Gerade bei einer Montage im Bad sollte darauf geachtet werden, dass sie möglichst frei stehen und getrocknete Handtücher abgenommen werden, da sonst ein Teil der Wärme wieder verloren geht.

Plattenheizkörper:

Kompakt, vielgestaltig und mit einem hohen Wirkungsgrad ausgestattet, erfreuen sich die Plattenheizkörper großer Beliebtheit. Sie vereinen eine platzsparende Bauweise mit einer individuell anpassbaren Optik, sodass sie ohne Probleme in das eigene Heim integriert werden können. Ein weiterer Vorteil: Sie benötigen nur eine halb so hohe Vorlauftemperatur wie Konvektionsheizungen. Mit ihrem hohen Strahlungswärmeanteil erwärmen sie die feste Materie im Raum. Dementsprechend benötigen Sie vergleichsweise viel Platz und dürfen, um effizient zu heizen, nicht von Möbeln oder, im Falle großflächiger Wandheizungen, von Regal- und Bilderelementen verdeckt werden.

 

Drei unterschiedliche Badheizkörper anthrazit, erstes Bild: Flacher, rechteckiger Heizkörper mit drei Einschnitten für Handtücher; Zweites Bild: Badheizkörper mit Rahmen und flachen, einzelnen Heizstangen; Drittes Bild: Kleiner Heizkörper anthrazit mit Mittelanschluss

Badheizkörper gibt es in unterschiedlichsten Formen, Größen und Designs

 

Flächenheizkörper:

Flächenheizungen in Fußböden sind wohl am bekanntesten und werden sehr gern verbaut, ob in flüssigem Estrich oder in Trockenbauweise. Der enorm hohe Strahlungswärmeanteil und die niedrigen Vorlauftemperaturen, die benötigt werden, erlauben sogar den Betrieb mittels Solarthermieanlage. Doch auch Wände und Decken können, gerade wo eine Installation im Boden nicht möglich ist, mit einer Flächenheizung ausgestattet werden. Bei Wandlösungen ist jedoch auf die Isolierung zu achten, diese muss intakt sein und für eine effiziente Wärmeversorgung in jedem Fall den nötigen Normen entsprechen.

Ein großer Vorteil der Flächenheizungen besteht darin, dass sie dem Raum nichts von seiner Fläche nehmen. Gerade in kleinen Bädern ein wichtiger Aspekt. Zudem müssen sie, weil gut versteckt, nicht gereinigt werden. Sie wirbeln keinen Staub auf, schlagen jedoch mit höheren Investitionskosten zu Buche.

Konvektoren:

Konvektoren eignen sich besonders gut in Räumen mit großflächiger Verglasung, da sie mit ihrer hohen Wärmeleistung die Kälte abhalten und Kälteströmungen im Raum effektiv verhindern. Sie sorgen aufgrund der produzierten Konvektionswärme für eine schnelle Aufheizung der Luft, die wiederum schnell den gesamten Raum erfüllt. Die zumeist kleinen Modelle eignen sich auch aufgrund ihres vergleichsweise geringen Gewichts für vielerlei Einsatzorte. Durch die Konvektion entsteht aber eine enorme Luftzirkulation, die stets mit Staubwirbelungen verbunden ist, was besonders Allergiker als unangenehm empfinden. Zudem lassen sich die Lamellen der Konvektoren nur schwer reinigen.

Badheizung: Betrieb und Anschluss

Es gibt unterschiedliche Heizarten, wobei Öl und Gas noch die am häufigsten in Deutschland genutzten Energieträger darstellen. Regenerative Energien können beispielsweise mittels Solarthermie genutzt werden. Darüber hinaus gibt es auch Heizungsanlagen, die die Erdwärme nutzen. Für die Heizungsmodernisierung, die zu einer effizienteren Energienutzung und sinkenden Kosten beiträgt, gibt es verschiedene Programme zur Förderung. In erster Linie bieten das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) denen Unterstützung an, die ihre Heizungsanlage modernisieren wollen. Eine umfassende Beratung zu den einzelnen Förderangeboten ist in jedem Fall zu empfehlen.

Wie in anderen Räumen Ihres Zuhauses kann auch der Heizkörper im Bad auf unterschiedliche Weise betrieben werden. In den meisten Fällen wird in den Heizungsanlagen Wasser als Medium der Wärmeverteilung genutzt. Über ein Leitungssystem sind der Wärmeerzeuger – also ein Kessel, eine Wärmepumpe oder auch eine thermische Solaranlage – und die jeweiligen Heizkörper miteinander verbunden. Das aufgeheizte Trägermedium wird zum Heizkörper hin transportiert, fließt hindurch und verlässt ihn wieder. Man unterscheidet dabei die Leitung für den Vorlauf von der des Rücklaufs. Heizkörper können jedoch auch elektrisch betrieben werden oder mittels Mischbetrieb.

Für das Badezimmer rückt der Mischbetrieb immer weiter in den Fokus, da mit ihm eine kosteneffizientere Beheizung möglich ist und man damit Geld sparen kann. Gerade in den wärmeren Monaten, wo die Heizung nur selten benötigt wird, kann bequem auf den elektrischen Betrieb umgestiegen werden. So wird praktisch Energie eingespart. Allerdings sollte hier genau nachgerechnet werden: Die Nutzung kann aufgrund der Strompreise die Einsparungen sehr schnell übersteigen. Hier gilt es also, das eigene Verhalten beim Heizen möglichst genau in die Planung einzubeziehen, um im Nachhinein nicht mit höheren Heizkosten dazustehen.

Während vor allem die traditionellen Gliederheizkörper meist über einen gleichseitigen Anschluss von Vor- und Rücklauf verfügen, wobei der Vorlauf oben und der Rücklauf unten verläuft, sind generell auch andere Varianten möglich. Sehr häufig werden Vor- und Rücklaufleitung wechselseitig angeschlossen. Sitzen beide oben, spricht man von einem hängenden Anschluss – sind sie zu beiden Seiten des Heizkörpers unten angebracht, wird der Anschluss als reitend bezeichnet. Durch die Installation eines speziellen Ventils kann der Anschluss bei einem Einrohrheizsystem sowohl auf einer Seite als auch mittig angebracht werden.

Badheizung: Design

In puncto Design gilt ebenso: Heizkörper ist nicht gleich Heizkörper. Während in den übrigen Wohnräumen häufig Glieder- oder Plattenheizkörper zum Einsatz kommen, sieht dies im Badezimmer zum Teil ganz anders aus. Viele schätzen die Vorteile von Flächenheizungen und kombinieren diese mit modischen, wandmontierten Handtuchheizkörpern. Doch ob Fußbodenheizung oder nicht, die Gestaltungsoptionen für Heizkörper sind vielfältig.

Für die Auswahl der geeigneten Heizung sollte zuvor feststehen, wo genau sie installiert werden soll. Und ob der Heizkörper noch weitere Funktionen erfüllen soll. Ein detailliertes Badkonzept hilft hier wahre Wunder und grenzt die Optionen sinnvoll ein. Stellen Sie sich dazu folgende Fragen:

 

  • Soll der Heizkörper dezent in den Hintergrund treten oder optisch hervorstechen?
  • Soll er zu einem Highlight im Badezimmer werden oder vorrangig seine primäre Funktion erfüllen?

 

Wollen Sie die Heizung mit dem Raum verschmelzen lassen, sollten Sie ihn in einem Farbton wählen, der zum Hintergrund, also der Wand, passt. Und eine Form, die der Linienführung des Badezimmers entspricht. Mit auffälligen Farben und Formen oder als Raumteiler kann ein Heizkörper hingegen Aufsehen erregen und die Optik Ihres Bads enorm aufwerten. Zumeist können die Materialien, in den meisten Fällen Edelstahl, Aluminium und Chrom, nahezu jedem Farbwunsch angepasst werden. Auch das Format ist variabel, daher kann der Heizkörper meist genau an der Stelle platziert werden, wo er für das Bad den höchsten Nutzen hat. Höhe, Breite, vertikale oder horizontale Montage: Sie entscheiden!

 

Erstes Bild: Halbhoher, weißer Heizkörper mit horizontalen Röhren, mit verschiedenen Abständen zueinander, Mittelanschluss, ockerfarbenes Handtuch; Zweites Bild: Hoher planer Heizkörper mit aufgedrucktem Strandmotiv; Drittes Bild: Hoher weißer Heizkörper mit durchgehender Fläche bis auf drei längliche Aussparungen für Handtücher; Viertes Bild: Hoher Handtuchheizkörper, weiß mit glänzender Oberfläche, Handtuchhalter; Fünftes Bild: Hoher Heizkörper mit horizontalen Paneelen sandfarben mit unterschiedlichen Abständen zueinander

Die Auswahl an Handtuchheizkörpern ist enorm – Sie entscheiden, welches Modell am besten zu Ihnen und Ihrem Traumbad passt

 

Im Fall der allseits beliebten Handtuchheizkörper ist auch die Zahl der Streben beliebig, auch hier entscheiden Sie als Nutzer, was am besten gefällt. Im Gegensatz zu den klassischen Modellen können die Streben auch vorgelagert sein. Wird viel Platz zur Trocknung von Bade- und Handtüchern benötigt, bietet sich eine zusätzliche Ablage für Handtücher mit praktischen, klappbaren Streben an.

Badheizung: Wir beraten Sie gern

Sie haben spezielle Fragen zum Thema Heizungssanierung in Ihrem Badezimmer? Sie möchten wissen, ob eine Förderung möglich ist? Oder möchten gern einige Modelle live erleben? Dann wenden Sie sich doch direkt an einen unserer Fachbetriebe. Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder einen Besuch in einer unserer Badausstellungen.