Barrierefreies Bad – Mehr als nur ein Trend

Alles über den barrierefreien Badumbau

Wer bei der Gestaltung des Badezimmers an Morgen denkt, sorgt clever vor. Ist das Bad altersgerecht, blicken die Nutzer der Zukunft gelassener entgegen. Allerdings ist für viele Menschen der Gedanke an ein altersgerechtes Bad mit reiner Funktionalität verknüpft. Auf eine schöne Optik muss aber nicht verzichtet werden. Wir klären auf, was ‚barrierefreies Bad‘ bedeutet und welche Gründe für einen altersgerechten Umbau sprechen. Darüber hinaus haben wir mit Badplaner Rüdiger Ortner von der Schmidt & Eger GmbH & Co. KG über den Trend gesprochen.

 

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was bedeutet ‚barrierefreies Bad‘?
  2. Gründe für Barrierefreiheit im Badezimmer
  3. Interview mit Badplaner Rüdiger Ortner zum Thema barrierefreies Bad

 

 

1. Was bedeutet ‚barrierefreies Bad‘?

Das barrierefreie Bad ist in aller Munde, doch nicht jeder kann sich darunter etwas vorstellen. Oftmals werden barrierefreie Bäder in puncto Optik mit klinischen Bädern im Krankenhaus-Schick verglichen. Das muss jedoch nicht auf Ihr privates Badezimmer zutreffen. Ein behinderten- oder altersgerechtes Badezimmer kann wie jedes andere Bad nach Ihrem Geschmack gestaltet werden. Ob in einem natürlichen, puristischen oder modernen Look – Sie wählen den Stil, der zu Ihnen passt.

 

Erstes Bild: Waschbereich mit abgerundetem Waschbecken inklusive Unterschrank aus Holz, Spiegel mit Beleuchtung, Fenster darunter halbhoher Schrank aus Holz mit Milchglastüren; Zweites Bild: Apricotfarbene Fliesen, Viertelkreisdusche in der Ecke, Eckeinstieg

Alters- oder behindertengerechte Bäder müssen nicht wie ihre sterilen Pendants in Krankenhäusern aussehen! Zwei unterschiedliche Fliesenarten, ein Waschtisch aus Holz und Accessoires geben diesem barrierefreien Bad ein modernes, wohnliches Aussehen.

 

Das Badezimmer barrierefrei gestalten, heißt eine eigenständige Nutzung des Badezimmers auch im Alter mit zunehmenden Einschränkungen oder mit Rollstuhl zu ermöglichen. Die Planer achten darauf, Barrieren wie eine hohe Duschtasse oder enge Laufwege aufzuheben und Bewegungsfreiraum sowie kurze Wege zu schaffen. Die Einrichtung (Armaturen, Schubladen, WC etc.) sollte vom Rollstuhl aus erreichbar sein. Das bedeutet in jeder Hinsicht mehr Komfort und Sicherheit. Es gibt keine Stufen oder Absätze. Das verringert die Gefahr, zu stürzen oder hängenzubleiben. Gleichzeitig ergibt sich eine ebenmäßigere Bodenfläche. Auf diese Weise wirkt jedes Badezimmer größer, optisch einheitlicher und lässt sich gleichfalls leichter reinigen. Diese Punkte sind für Jung und Alt attraktiv, weshalb barrierefreie Bäder (unabhängig von Alter und Gesundheitszustand) stark gefragt sind.

Wenn Sie ein barrierefreies Badezimmer planen, sollten Sie nicht nur auf die Funktionalität achten. Die Optik spielt ebenfalls eine Rolle, weil die Bäder auch einen ästhetischen Anspruch erfüllen müssen. Unsere Referenzen zeigen, dass solche Badezimmer keine Krankenhausatmosphäre aufkommen lassen. Hier finden Sie drei Badprojekte unserer Bäderbauer mit Beschreibung und Bildern, die altersgerecht umgesetzt wurden und über wenige bis keine Barrieren verfügen:

 

Unser Tipp: Es gibt viele Produkte fürs Bad, die abhängig von der körperlichen Verfassung nachgerüstet werden können. Beispielsweise Haltegriffe oder ein unterfahrbarer Waschtisch. Die Ausstattung hängt immer vom konkreten Projekt und dem Kunden ab. WCs höher zu montieren oder die Dusche bodeneben zu realisieren, bekommt allen Nutzern.

2. Gründe für Barrierefreiheit im Badezimmer

Barrierefreie Bäder bieten eine Menge Vorteile. Allen voran hat man mit einer Sanierung die Chance, den Raum an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Wenn Sie Ihr Badezimmer barrierefrei umbauen, sorgen Sie nicht nur für die Zukunft vor. Sie schaffen sich zusätzlich ein Badezimmer, das in jedem Punkt von der Ausstattung bis zum Design Ihren Anforderungen entspricht. Es gibt verschiedene Gründe, die für Barrierefreiheit im Bad sprechen. Die wichtigsten haben wir in der folgenden Tabelle für Sie zusammengestellt.

 

SicherheitBarrierefreie Bäder warten mit einer rutschfesten, stolperfreien Bodenfläche und ausreichend breiten Durchgängen auf. Es herrscht genügend Bewegungsfreiheit im Raum, sodass sich der Nutzer mit Rollator sowie Rollstuhl gut bewegen kann und alles gut zugänglich ist. Haltegriffe in Dusche und Wanne, am Waschbecken sowie im Bereich des WCs schenken zusätzliche Sicherheit.
FunktionalitätDas Badezimmer sollte den eigenen Bedürfnissen entsprechend geplant und den räumlichen Gegebenheiten angepasst werden. Nur wenn die vielen einzelnen Aspekte exakt den persönlichen Wünschen entsprechen, können sich die Besitzer wohlfühlen. Zur funktionalen Einrichtung zählen höhenverstellbare Sanitärelemente (Waschtisch und Toilette), Badewannen mit Tür und Walk-In- sowie offene Duschen.
KomfortEin barrierefreies Bad schenkt Ihnen eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit und eine komfortable, Ihren Anforderungen entsprechende Ausstattung. Dusche, WC und Waschtisch lassen sich ohne Probleme erreichen, ob mit stabilisierender Gehhilfe oder ohne.
Moderne Objekte machen Ihren Aufenthalt im Bad zum Vergnügen (z. B. Dusch-WCs, Regenbrausen etc.) und speziell beschichtete Oberflächen sowie technische Neuerungen sorgen für einen geringen Reinigungsaufwand.
EigenständigkeitDank der barrierefreien Eigenschaften wird Ihnen mehr Eigenständigkeit bei der Badnutzung garantiert. Mit einer auf Sie und Ihr Badezimmer zugeschnittenen Planung, der passenden Einrichtung und einer schönen Gestaltung können Sie es uneingeschränkt nutzen.
Länger das eigene Zuhause genießenWenn Ihr Badezimmer barrierefrei gestaltet ist, sichern Sie sich für die Zukunft ab und können Ihr Zuhause länger genießen. Sie können sich sicher bewegen, erreichen alle sanitären Einrichtungselemente und Möbel ohne Probleme auch mit Hilfsmitteln. Nimmt die Selbständigkeit im Laufe der Zeit ab, können Sie sich bequem daheim pflegen und unterstützen lassen.
FörderungBarrierefreiheit im Bad steht hoch im Kurs und wird auf unterschiedliche Arten gefördert. Die Bundesländer bieten jeweils verschiedene Förderprogramme ebenso wie diverse Kassen, zum Beispiel Pflege- und Rehabilitationskassen, und Integrationsämter. Die Krankenkassen übernehmen ebenso gewisse Kosten, wobei sich diese oftmals auf einzelne barrierefreie Badelemente beschränken. Weiterhin unterstützt die KfW-Bank Umbauwillige mit ihrer KfW-Förderung, dem Programm „Altersgerecht umbauen“. Darüber hinaus können die Kosten für ein barrierefreies Bad zu einem gewissen Teil steuerlich abgesetzt werden.

 

Barrierefreie Dusche mit Klappsitz

Ist das Badezimmer barrierefrei gestaltet, kann es länger und ebenfalls mit Pflegekraft genutzt werden

 

Für ein barrierefreies Bad sind folgende Elemente sinnvoll:

  • unterfahrbarer, höhenverstellbarer Waschtisch
  • leicht erreich- und bedienbare Armaturen
  • stabile Haltegriffe
  • Duschsitz oder -bank
  • höhenverstellbares WC mit tiefer Ausladung

 

In kleinen Bädern steht wenig Raum zur Verfügung, dennoch muss auf nichts verzichtet werden. Wer tendenziell eher duscht und nicht auf entspannende Vollbäder verzichten will, kann mittels einer modernen Badewanne mit Dusche das Platzproblem umgehen. Es stehen Modelle zur Verfügung, die mit Brausen, extra Duschsitz sowie Tür ausgestattet sind. Somit lässt sich ebenfalls bei eingeschränkter Beweglichkeit genussvoll baden.

 

Unser Tipp: Wie Sie sich auch entscheiden, wichtig ist, dass Sie – vor allem wenn Sie eine Förderung in Anspruch nehmen wollen – bei der Sanierung mit einem zuverlässigen und erfahrenen Fachbetrieb zusammenarbeiten. Nur wenn die baulichen Veränderungen im Bad den rechtlichen Bestimmungen (DIN-Normen) entsprechen, können die einzelnen Maßnahmen gefördert werden.

 

3. Interview mit Badplaner Rüdiger Ortner zum Thema barrierefreies Bad

Das Thema „Barrierefreies Bad“ ist gefragt. Das wird anhand der Bäder, die Sie und andere von HEIMWOHL ausgezeichnete Betriebe bauen, deutlich. Gerade bei Bauherren, die noch weit vom Seniorenalter entfernt sind, ist die Nachfrage groß. Seit wann zeichnet sich nach Ihrem Empfinden der Trend zum frühzeitigen barrierefreien Badumbau ab?

Die Nachfrage beobachte ich seit einiger Zeit. Von Jahr zu Jahr wird sie größer. Bei nahezu jedem Bad, das wir planen, wünschen sich die Kunden ein barrierefreies Konzept. Das Alter der Auftraggeber spielt dabei keine Rolle. Sofern es technisch möglich ist, wollen alle ihr neues Bad gern barrierefrei haben.

 

Wo sehen Sie die Gründe für diesen Trend hin zur Barrierefreiheit im Badezimmer?

Zum einen haben die Nutzer einen geringeren Pflegeaufwand. Das ist auch für jüngere Menschen angenehm. Jeder freut sich, wenn das Bad leicht sauber gehalten werden kann und man keine Stunden mit Putzen zubringt. Zum anderen ist es ebenso eine Frage des Designs. Hauptmerkmal barrierefreier Bäder sind fehlende Stufen und Absätze. Das heißt, wir haben überwiegend durchgängige Flächen und das sieht einfach schön aus.

Hinzu kommt, dass schon die jüngeren Bauherren gern für die Zukunft vorsorgen möchten. Jeder will so lange wie möglich im eigenen Zuhause bleiben können. Mit einem barrierefreien Umbau kann man die Grundlage für ein komfortableres Leben im Alter schaffen.

 

Badezimmer mit dunkelgrauem Fliesenfußboden, bodenebener Dusche mit Glastrennwänden und Schiebetür, gemusterte Wandpaneele in Hellbraun

Barrierefreies Bad mit Dusche und viel Lauffläche

 

Abgesehen davon, länger in den eigenen vier Wänden leben zu können, welche Vorteile hat ein barrierefreies Bad?

Wenn wir ein Bad barrierefrei bzw. altersgerecht umbauen, erhalten wir am Schluss eine ebenmäßigere Optik. Das liegt daran, dass es keine Barrieren und Brüche im Gesamtbild gibt. Dieses ebenmäßigere Bild sorgt für eine großzügigere Raumwirkung. Das kommt vor allem den Menschen zugute, die eher kleine Bäder haben. Bei solchen Projekten können wir mit einer barrierefreien Sanierung optisch viel herausholen.

 

Welche Bedingungen sollte ein altersgerechtes Badezimmer in jedem Fall erfüllen? Worauf kommt es beim Planen und Gestalten an?

Ein altersgerechtes Bad darf definitiv keine Stolperfallen besitzen. Das ist unglaublich wichtig. Darüber hinaus muss genügend Platz vorhanden sein. Egal, ob das Bad in erster Linie nur barrierefrei, alters- oder behindertengerecht sein soll. Die Nutzer müssen sich gut im Raum bewegen können. Im Alter fällt das vielen Nutzern schwer, weil die Beweglichkeit eingeschränkt ist.

Wenn wir ein behindertengerechtes Bad planen, kommen noch spezielle Anforderungen dazu, was den Platz betrifft. Dann müssen wir beispielsweise die Rollstuhlbreite berücksichtigen, damit der Nutzer nirgends aneckt. Darüber hinaus müssen wir uns für ein barrierefreies Bad an DIN-Normen halten, die Einfluss auf Konzept und Bau haben. Ausschlaggebend sind ebenso die Gegebenheiten des Raums.

Das Badezimmer muss für die Kunden optisch gut zu erfassen sein. Bei der Planung ist die Sehkraft der Nutzer zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich, neben der richtigen Beleuchtung auch mit Farbunterschieden für eine bessere Orientierung zu arbeiten. Ein großer Teil der Frauen möchte zumeist einen Kosmetikspiegel. Wenn man diesen in einer beleuchteten Variante wählt, hat man zum Beispiel gleich eine weitere Lichtquelle.

Haltegriffe sind ebenfalls hilfreich. Sie erhöhen die Sicherheit, weil sie Stabilität geben. Sie ermöglichen vor allem älteren und behinderten Menschen eine selbstbestimmte Badnutzung.

 

Seniorengerechtes Badezimmer von HEIMWOHL München

Alle Elemente sind in diesem Badezimmer gut erreichbar. Eine flache Duschtasse und breite Eingangstür zur Dusche ermöglichen einen problemlosen Einstieg. Die Haltestangen und der Klappsitz im Duschbereich bieten zusätzliche Sicherheit.

 

Welche Sanitärelemente und Produkte dürfen nicht fehlen, wenn man ein seniorengerechtes Bad gestalten will?

Erstens eine große Dusche, die gut begehbar ist. Bei der man eventuell die Türen oder die Abtrennung wegklappen kann. Dann können die Nutzer bequem duschen. Ich würde zusätzlich Haltegriffe sowie einen wandmontierten Klappsitz oder eine gemauerte Sitzbank empfehlen. Im Sitzen zu duschen erhöht den Entspannungsfaktor und steigert die Sicherheit. Generell ist eine Bank fürs Bad sinnvoll, um sich bei anderen Tätigkeiten zwischendurch hinsetzen zu können. Die Maße des Raums lassen das aber nicht immer zu.

Die Toilette im Bad sollte gut zugänglich sein. Gäste-WCs stellen viele Nutzer mit eingeschränkter Beweglichkeit vor eine Herausforderung. Sie sind in aller Regel klein, sodass man sich als Nutzer nur schwer drehen und wenden kann. Noch problematischer wird es bei Nutzern, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Für sie ist es oftmals unmöglich, die WCs anzufahren.

Worauf ich weder bei einem behindertengerechten noch einem Seniorenbad verzichten würde, wäre ein unterfahrbarer Waschtisch. Er macht den Waschplatz für alle nutzbar.

 

Seniorengerechtes Bad modern gestaltet

Bei einem unterfahrbarem Waschbecken können bequem im Sitzen die Hände gewaschen werden

 

Unterscheidet sich die Planung barrierefreier Badezimmer von anderen? Und wenn ja, in welcher Weise?

Unter Umständen verläuft die Konzeptentwicklung anders, weil man bei anderen Bädern eher auf die Optik achtet. Dann steht die Ausstattung in einem anderen Fokus. Trotz allem müssen Badewanne, Waschbecken und andere Elemente ihren Zweck erfüllen. Wenn wir Badezimmer planen, die alters- oder behindertengerecht sein sollen, nützen uns schöne Möbel allein nichts. Der Fokus liegt auf der Funktionalität, zu der dann noch eine schöne Optik hinzukommt.

 

Sind solche Bäder in der Planung oder Umsetzung eine größere Herausforderung?

Das hängt von den Raumgegebenheiten ab. Ab und an müssen wir Türen verbreitern oder ähnliches. Der Raum kann generell gewisse Hindernisse in sich bergen. Ein klassisches Beispiel ist die bodenebene Dusche. Sie ist mittlerweile zum Standard geworden und wird beinahe immer gewünscht. Doch wenn wir nicht das benötigte Gefälle realisieren können, sind uns die Hände gebunden.

 

Gästebad mit Dusch-WC und Dusche

Ein Dusch-WC garantiert eine sanfte Reinigung und ein Plus an Hygiene

 

Sie sprachen vorhin von kleinen Bädern, mit denen Kunden für eine Sanierung zu Ihnen kommen. Wie lassen sich diese altersgerecht gestalten? Ist ein barrierefreies Bad auf kleinem Raum möglich?

Wenn wir keine Probleme haben, die Dusche barrierefrei zu realisieren, sollte man in einem kleinen Bad möglichst auf eine klappbare Duschabtrennung achten. Kann die Glasabtrennung komplett eingeklappt werden, gewinnt man mehr Bewegungsraum. Wird nicht geduscht, steht den Nutzern eine größere Lauffläche zur Verfügung. Oder man gewinnt einen Platz, an dem ein Rollator abgestellt werden kann, wenn man anderweitig im Bad beschäftigt ist.

Für die übrige Ausstattung muss natürlich genug Raum bleiben. Ein barrierefreies WC oder ein unterfahrbarer Waschtisch haben Vorrang. Ist der Platz begrenzt, lohnt es sich in manchen Fällen, Stauraum einzusparen. Das heißt, manche Gegenstände außerhalb des Bads zu lagern, um den anderen Funktionsbereichen mehr Raum zugestehen zu können.

 

Helles Badezimmer, Dusche vor dunklen Fliesenwänden in der Ecke, bodeneber Duschbereich, zwei Türen an die Wand gefaltet

 

Eignen sich in solchen Fällen nicht Einbauschränke, um Platz zu sparen und gleichzeitig Stauraum zu bieten?

In der Regel haben wir Wände, die 11,5 cm dick sind. Damit lässt sich gut arbeiten. Aber das funktioniert nicht immer. Es kommt darauf an, wie tief der Schrank ist. Oder wie tief er sein soll, damit es noch Sinn macht. Die Wandtiefe gibt vor, inwieweit ein Einbauschrank platziert werden kann. Die Tiefe des Schranks ist zwar variabel, aber nur bis zu einem gewissen Punkt.

 

Die Wandtiefe ist demnach ein wichtiger Faktor für den barrierefreien Umbau. Welche Aspekte erschweren die Umsetzung noch?

Es kommt auf das konkrete Projekt an, ob etwas am Bestand zum Stolperstein wird oder nicht. Was tendenziell zum Problem wird, ist der Verlauf der Leitungen, die fehlende Ablaufhöhe für ebenerdige Duschen und vorhandene Fußbodenheizungen.

 

Ausschnitt von einer flachen Duschwanne ohne hoher Einstiegskante

Dank superflacher Duschtasse muss nur eine geringe Stufe überwunden werden, um in das Areal eintreten zu können. Durch die faltbare Duschtür ist der Zugang breit genug

 

Der Gedanke, altersgerechte Badezimmer seien weniger schön als zweckmäßig, scheint weit verbreitet zu sein. Das ist uns bei der Recherche zum Themenkomplex aufgefallen. Zwar finden sich viele Beispiele für barrierefreie Bäder mit ansprechendem, modernem Design. Dennoch scheinen viele Menschen barrierefreie Bäder oder barrierefreies Wohnen im Allgemeinen nicht mit einem ästhetischen Aussehen zu verbinden. Was glauben Sie, woher diese Assoziation kommt?

Wir erleben das tatsächlich häufig. Ich denke, dass das vor allem daran liegt, dass die Kunden nicht im Thema stecken. Sie können nicht wissen, was optisch alles möglich ist. Viele verbinden altersgerechte Bäder mit dem Krankenhaus oder öffentlichen Einrichtungen. Sie denken in erster Linie an Räume, die funktional, aber nicht hübsch sind. Der Gedankengang ist nachvollziehbar. Wenn wir beispielsweise eine Dusche behindertengerecht gestalten sollen, steht die Funktionalität im Vordergrund. Deswegen bleibt die Optik aber nicht auf der Strecke. Mit Fliesen, einer schönen Armatur und einer edlen Abtrennung verschwindet der funktionale, klinische Aspekt. Genau dafür sind wir da. Als Badplaner zeigen wir die Möglichkeiten auf, finden ein passendes Konzept und bringen Design und Funktionalität in Einklang.

 

Barrierearme Wanne mit Tür im Wannenbad von HEIMWOHL München

Mehr Lebensqualität kann ein barrierefreies Bad mit Badewanne und Dusche in einem schenken

 

Wir können also alle, die ein barrierefreies Bad planen, beruhigen. Sie müssen sich nicht zwischen Funktionalität oder Optik entscheiden. Möchten Sie unseren Lesern zum Abschluss noch etwas sagen?

Auf jeden Fall. Das Thema „Wohnen im Alter“ kann definitiv schön realisiert werden, ob im Bad oder anderen Räumen. Es hilft, wenn man sich dazu an Fachleute wendet, die eine gewisse Erfahrung mitbringen. Die wissen, wie man ein barrierefreies Bad planen und schön gestalten kann. Dann finden sich für jeden Wohnraum und jedes Problem Lösungen.

Wenn Nutzer ihr Bad umbauen lassen wollen, helfen wir gern. Barrierefreies Bauen lohnt sich. Ein neues Badezimmer, das perfekt zu einem passt, macht Freude. Das fängt mit kleinen Dingen wie einer angenehmen Toilettenhöhe oder einer geräumigen Dusche an und geht bis zu dem Punkt, dass solch ein Bad eine längere, selbstbestimmte Nutzung ermöglicht. Finanziell lohnt es sich ebenfalls. Zum Beispiel kann man mit der KfW altersgerecht umbauen und für sein barrierefreies Bad Förderung bekommen.

 

Barrierefreies Bad planen und bauen lassen

Wer freut sich nicht über Bewegungsfreiheit, Komfort und fehlende Barrieren im Bad? Was für Menschen mit eingeschränkter Mobilität entlastend wirkt, stößt bei gesunden Nutzern ebenfalls auf Begeisterung. Daher verwundert es nicht, dass nicht nur immer mehr Senioren und Menschen mit Behinderung ihre Badezimmer barrierefrei planen und umbauen lassen wollen. In unseren Referenzen finden Sie zum Themenbereich „barrierefreies Bad“ Bilder echter Projekte.

 

Wenn der Artikel Sie neugierig gemacht hat, stehen wir Ihnen gern mit weiteren Informationen zur Seite. Nehmen Sie via Telefon oder Mail mit uns Kontakt auf. Oder besuchen Sie eine Badausstellung in Ihrer Nähe, um mit den Badexperten vor Ort zu sprechen. Wir freuen uns auf Sie!