Waschmaschine unter Waschtisch: Rück- und Seitenwand besser verfliesen oder verputzen?

Wir möchten die Waschmaschine unter der Waschtischplatte unterbringen. Sollten die Rück- und Seitenwand dann verfliest oder verputzt werden? Was sind Vor- oder Nachteile?

1 Expertenantworte (letzte Antwort am 9. Oktober)
  1. HEIMWOHL
    HEIMWOHL  | Badexperten

    Wände müssen nicht gefliest sein

    Mit der Position unter dem Waschtisch können Sie die Waschmaschine im Bad verstecken. Das spart Platz, weil der Raum unter dem Waschbecken sinnvoll ausgeschöpft wird. Auch optisch hat das Vorzüge: Die Maschine sticht nicht hervor, was das Badezimmer stärker als Einheit erscheinen lässt. Alles in allem ist das eine clevere Lösung. Was die Frage nach Fliesen oder Putz anbelangt, können Sie frei wählen. Die Wandfläche unterhalb der Platte muss nicht zwangsläufig verfliest werden. Ein gefliester Abschnitt oberhalb, d. h. hinter dem Waschbecken ist sinnvoll, um einen Schutz gegen Spritzwasser zu haben. Hierfür können Sie neben Fliesen auch andere Materialien einsetzen wie GFK-Platten (Kunststoff) oder Glas (z. B. könnte ein Wandspiegel bündig mit dem Waschtisch abschließen).

    Die Waschmaschine sollte stabil aufgestellt werden, sodass sie sich nicht bewegt und im Schleudergang unter der Waschtischplatte hin und her "wandert". Dementsprechend müssten die Wände nicht extra durch Fliesen geschützt werden. Gleiches gilt für Feuchtigkeit. Sollte die Waschmaschine auslaufen, sind prinzipiell geflieste Sockelleisten ausreichend, um Wasser von den Wänden fernzuhalten. Demnach bleibt die Frage, was Ihnen lieber ist.

    Fliesen sind im Bad eine sichere Variante. Sie halten Feuchtigkeit von den Wänden fern, sind leicht zu pflegen. Sie ziehen jedoch Staub an, der sich mit Vorliebe in den Fugen festsetzt. Wobei sich Staub auf sämtliche Oberflächen im Badezimmer legt. Optisch sorgen die Fugen für Unterbrechungen, was viele Nutzer als Problem empfinden. Aus diesen Gründen sind Bäder ohne Fliesen und Alternativen zu Fliesen im Bad gefragt. Durch große Fliesenformate und dünne Fugen haben sich die Möglichkeiten mittlerweile aber wesentlich verbessert. Putz hingegen zaubert eine einheitliche Fläche und kann mittels Farbe leicht verändert werden, um frischen Wind ins Badezimmer zu bringen. Mit der Struktur (grob bis fein) und speziellen Techniken beim Auftragen ist es möglich, die Wände individuell zu gestalten. Natürliche Putze (wie Lehm, Kalk) haben darüber hinaus klimaregulierende Eigenschaften. Das heißt, sie nehmen Feuchtigkeit aus der Luft im Raum auf und geben diese später beim Lüften wieder ab. Es gibt ebenso Putze für den Nassbereich. Das sind allerdings speziell behandelte und keine normalen Putze, die gerade nicht "atmen" und kein Spritzwasser aufsaugen.

     

    Weitere Informationen finden Sie über folgende Links:

Alle Expertenfragen