Planung und Einbau einer Walk-In-Dusche: Was ist zu beachten?

Wir waren kürzlich bei Verwandten zu Besuch, die ihr Bad saniert haben. Sie sind im Großen und Ganzen sehr zufrieden, haben aber Probleme mit ihrer Dusche. Sie ist zur schmalen Seite hin offen und nun spritzt beim Duschen immer wieder Wasser auf den Boden vor der Dusche. Da wir selbst über eine Sanierung nachdenken und die Dusche uns bis auf das Wasserproblem gut gefallen hat, wollte ich nachfragen, worauf man achten muss, wenn man eine solche Walk-In-Dusche planen / einbauen will? Wie kann man gerade das Spritzwasser in der Dusche halten?

3 Expertenantworten (letzte Antwort am 11. September)
  1. Hans Schramm
    Hans Schramm | Badexperte

    Besondere Optik fürs Badezimmer

    Walk-In-Duschen haben eine einzigartige Wirkung, weil sie offener gehalten sind. Dadurch erscheinen sie großzügiger als die klassische Duschkabine. Der Begriff „Walk-In“ bezieht sich in erster Linie auf die freie Begehbarkeit. Es gibt dementsprechend keine abschließende Tür. Inzwischen ist es aber Standard, dass diese Duschen soweit möglich ebenfalls ebenerdig sind. Das lässt sich umsetzen, wenn Aufbauhöhe, Ablaufsituation und Duschsystem es hergeben und aufeinander abgestimmt sind.

    Die besondere Optik kommt umso stärker zum Tragen, je reduzierter das Design ist. Beläge und Befestigungen für den Spritzschutz können ersetzt werden, wenn die Duschabtrennung aus Glas in eine Fliesennut eingesetzt wird. Hier müssen Planung und Einbau auf den Millimeter genau sein.

  2. HEIMWOHL
    HEIMWOHL  | Badexperten

    Raumgröße und Spritzschutz

    Grundsätzlich gilt, wenn Sie bei einer Sanierung eine begehbare Dusche ohne Tür einbauen lassen möchten, dass das Bad eine ausreichende Größe haben sollte. Die Duschareale nehmen tendenziell viel Platz in Anspruch, was vor allem mit dem Spritzschutz zusammenhängt.

    Wir empfehlen für den Spritzschutz eine Mindestlänge von 1,40 m (ab der Wasserstelle). Damit wird der größte Teil des Spritzwassers abgefangen. Kleinere Tropfen kann ein Badvorleger oder ein Handtuch aufsaugen. Von der Dusche aus tritt man auf die Weise direkt auf einen weichen Untergrund und kann die Füße trocknen. Was außerdem viele vergessen, ist die Tatsache, dass die Walk-In-Duschen aufgrund der moderneren Gestaltung offen sind. In der Regel sind die Kunden aber geschlossene Kabinen gewöhnt. In diesen kann der Wasserdampf kaum entweichen und erzeugt eine behagliche Wärme. In einem frei begehbaren Duschbereich entweicht der wärmende Wasserdampf. Manchen Nutzern ist das zu kühl, sodass die Freude am Duschen vergeht. Das kann ein entscheidendes Kriterium beim Für und Wider eines derartigen Duschmodells sein.

     

    Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:

  3. Petra Schabinger
    Petra Schabinger | Badberaterin

    Barrierefrei geht nicht immer

    Wenn sie eine bodenebene Dusche wollen, was bei den meisten begehbaren Duschen der Fall ist, muss der Fußbodenaufbau stimmen. Genauer die Höhe. Nicht immer kann die Dusche bündig zum Boden eingebaut werden. Verbunden damit müssen Leitungsführung und Ablauf exakt stimmen, damit das Wasser tatsächlich problemlos abfließen kann.

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